Handy-Viren – ein neues Geschäftsmodell?

Über den neuen Handy-Wurm “Commwarrior” berichten heute u. a. Heise und Golem. Der Schädling verbreitet sich auf Symbian-Betriebssystemen erstmals via MMS an die Kontakte des Adressbuchs eines Mobiltelefons oder Smartphones. So weit, so gut – so wenig überraschend.
Kollege Andreas Wiese und ich unterhielten uns gerade kurz zu dem Thema – und kamen ins Grübeln:
Andreas:
Das ist schon interessant, weil die Handyviren dem Nutzer ja finanziell schaden, wenn z. B. MMS an alle Nutzer des Adressbuchs verschickt werden. Das kann teuer werden… Und die Smartphones, die alle Nummern im Speicher haben, könnten einen schönen Image-Schaden erleiden. Bin bei solchen Meldungen ganz froh, auf dem Telefon ein proprietäres OS zu haben…
Oliver:
Hier steckt eigentlich eine Chance für die Provider: Wer am schnellsten ein Anti-Spam und Anti-Virus-System auf seine Systeme bastelt, dem müssten die Kunden eigentlich nur so zufliegen. Ich frag’ mich schon seit langem, warum das noch keiner anbietet. OK, ergibt sich ja aus Deinen Überlegungen…
Andreas:
Warum ergibt sich das aus meinen Überlegungen? Weil es verschiedene OS’s gibt?
Oliver:
Nee, weil so ein Wurm Kohle bringt.
Andreas:
Der Provider könnte auf der einen Seite durch so ein Antivirus-Programm (zumindest für Symbian) punkten, auf der anderen Seite vorher kassieren, in dem er die Dinger in Umlauf schickt…DAS ist ein Geschäftsmodell:
1. Mach’ die Leute abhängig von deinen Dingern.
2. Vergifte sie und bekomme Geld durchs Vergiften.
3. Verkaufe das Gegengift :-))
Hm…who’s first?

2 replies
  1. Oliver
    Oliver says:

    Danke für den Hinweis, Daniel. Bei F-Secure gab es offenbar ein Update. Der richtige Link dürfte jetzt http://www.f-secure.com/wireless/ heißen. Immerhin ist das Thema dort präsent – bei Norton und McAfee konnte ich nichts finden. Neben der Anti-Virus Software wäre aus meiner Sicht ein weiterer Schritt zur Viren- und Spam-Bekämpfung sinnvoll: das Mobiltelefon nimmt nur SMS- und MMS-Nachrichten von Absendern entgegen, die im Adressbuch gespeichert sind. Alternativ wäre eine ähnliche Funktionalität bei den SMS- und MMS-Gateways denkbar. Das kann doch nicht so schwierig sein….

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