DMKZWO macht das Licht an.

DMKZWO, die Kölner Agentur für Design, Markenführung und Kommunikation hat sich und die eigene Website überarbeitet. Der neue Auftritt zeigt vor allem ausgewählte Arbeiten prominenter als vorher. Einfach mal anschauen – lohnt sich. Anrufen und kennenlernen lohnt sich noch mehr!
dmkzwo.jpg
(Illustration: DMKZWO)

Ab zum DMMK nach Berlin

dmmk_logo_web.jpgMan könnte meinen, ich wäre ein Kongress-Verweigerer: next07 verpasst, für reboot 9.0 schon wieder keine Zeit, und beim Deutschen Multimedia Award muss man erst ein Projekt auf die Nominiertenliste setzen, damit ich nach sieben Jahren Abstinenz auch mal wieder zum Kongress pilgere. Geht sonst noch jemand hin? Ansonsten bitte Daumen drücken für die Preisverleihung und für die Lufthansa, die meinen Koffer nach Berlin und zurück nach Köln bringen soll – diesmal gemeinsam mit mir.

Fundstücke der letzten 7 Tage: Microsoft Surface, ein Koffer und ein Kabel

Schaue und staune:

Diese kleine Demonstration gehörte definitiv zu den bemerkenswerten Fundstücken der letzten Woche. Noch mehr dazu gibt es hier. Ebenfalls gefunden: mein für zwei Wochen zwischen München und Köln verschollener Koffer. Noch gesucht: ein Stück Seekabel, das Vietnam mit dem Rest der Welt verbindet. Nicht zu fassen.

Über Euer Handgepäck (off topic)

Diese Woche im Flieger wieder das übliche Bild: Alle Fluggäste wissen, dass die Maschine voll sein wird, weil so unglaublich viele Menschen zu ähnlichen Zeiten in einer anderen Stadt sein müssen. Fast alle Passagiere kennen sich auch mit den begrenzten Staumöglichkeiten an Bord aus. Und trotzdem schleppen ein paar, meist männliche Strategen ihre gerade noch zugelassenen Bordtrolleys immer wieder mit rein in die Kabine. Manch verschwitzter Kollege im Anzug zieht mit aufgepflanzter Laptoptasche ein Gepäckmonster durch den Mittelgang, in dem ich meine Klamotten für eine zweiwöchige Urlaubsreise unterbringen könnte.
Hallo? Lernt Ihr denn nie, dass Eure Köfferchen meistens nicht mehr reinpassen, ohne dass die Jacken und Taschen Eurer Nachbarn bis zum Anschlag gequetscht werden? Und ist es Euch nicht unangenehm, vor den Augen der bereits Sitzenden oder vor den genervt hinter Euch Wartenden mit Eurer persönlichen Logistik immer wieder zu scheitern?
Ein ganz spezieller Fall empörte sich sogar über den mangelnden Stauraum – obwohl die Fluggesellschaft ihm doch erlaube, soviel mitzunehmen. Das eigenständige Denken schien er in den Koffer gepackt zu haben.
Vielleicht ist Euch aber nur das gleiche wie mir passiert – mein als Gepäck aufgegebener, neuer Trolley kam in Köln nicht an. Er liegt entweder noch in München oder fliegt durch die Welt. Die Suche der Lufthansa dauert jedenfalls noch an. Aber selbst wenn er niemals zurückkehren sollte, werde ich mir die Zeit fürs Gepäckband weiterhin nehmen. Oder mit der Bahn fahren.

Gerade ausprobiert: GoMonkey

Wer mit dem Wort “Powerpoint-Präsentation” die Steigerung der langweiligsten Dia-Abende ehemaliger Freunde verbindet und nur beim Gedanken daran bereits einen Gähnkrampf erleidet, für den gibt es seit einiger Zeit etwas wirklich Feines: GoMonkey. Das Ganze muss man sich ungefähr so vorstellen wie das Ding in der Szene von “Minority Report”, in der Tom Cruise mit seiner Hand Dokument-Hologramme (oder was auch immer das war) durch die Gegend schiebt. Ich hatte letzte Woche Gelegenheit, die Wundermaschine einmal zu testen und war schwer begeistert. GoMonkey gibt es derzeit vorzugsweise auf Messen und bei Events – unbedingt ausprobieren!
Hier eine kleine Demo mit ein paar Worten von Robert Honeck, CEO von GoMonkey IT:

Wenn Werber wütend werden

Herr Jean-Remy von Matt, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Werber Deutschlands (für die, die es verdrängt hatten), ist stinksauer. Stinksauer auf die nicht enden wollende Kritik an der Kampagne “Du bist Deutschland”, die er mit kempertrautmann zusammen realisierte. Seine Wut war so groß, dass er sie direkt per E-Mail an seine Mitarbeiter verschickte – die irgendwie aber auch den Weg nach draußen fand.
Ob Weblogs tatsächlich die Klowände des Internets sind, dürfte in seltenen Fällen sogar stimmen. Ich möchte sogar behaupten, dass manche Klowand Sprüche bereit hält, von denen ein durchschnittlicher Werbetexter träumt. Viel interessanter ist doch aber die Frage: Hat Herr von Matt wirklich nicht geahnt, was nach seinem Statement auf den Klowänden passiert? Oder ist das alles inszeniert? Wäre doch ein interessantes Szenario, wenn die so genannte ‘Blogosphäre’ voller Häme über den Werbemann ablästert, obwohl sie sich dabei gerade selbst ans Bein pinkelt. Klingt aber irgendwie auch unglaublich unwahrscheinlich. Ich für meinen Teil schreibe jedenfalls meistens im Sitzen.
Ach so, und dass Sebastian Turner die Kampagne einfach nur falsch findet, ist ja auch sonnenklar. Der trommelt selbst noch für sein Land der Ideen.

Jetzt neu: Marmelade ohne Fett

ohnefett.jpg
Fragezeichen schon beim Frühstück. Der Hersteller könnte auch ergänzen: “ohne Formaldehyd” – oder besonders aktuell: “ohne Huhn”. Augen auf beim Marmeladenkauf…

Wie webzweinullig ist die Zukunft des Einzelhandels?

Der ein oder andere Teilnehmer beim EHI Marketing Forum in Köln hatte ernsthaft erwartet, eine exakte Prognose für den Einzelhandel im Jahr 2015 zu erhalten. Statt Prognosen gab es allerdings ‘nur’ Szenarien und davon gleich fünf verschiedene. Das Fehlen eines einfachen und bequemen Patentrezeptes führte folglich und in Einzelfällen zu einer gewissen Enttäuschung. Ein kurzer Abriss zu den ansonsten wirklich interessanten Forschungsergebnissen steht hier.
Wie bei jedem Kongress gab es einige sehr gute Vorträge mit nicht immer neuen aber immer neu und schön aufbereiteten Inhalten. Nominiert für meine ungeschriebene Empfehlungsliste sehenswerter Vorträge sind jedenfalls Matthias Horx für seine unterhaltsame Aggregation gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen, Dr. Hans-Georg Häusel für seine erhellenden Einsichten zum menschlichen Gehirn und Dr. Martin Kiel für mein neues Hobby: Cultural Hacking.
Und wenn der Horx auf seiner Website mit Podcasts kommt und der Kiel seine Charts bei Blogger einstellt, drängt sich automatisch die Frage auf: Wie webzweinullig war die ganze Veranstaltung? Das Buzzword selbst wurde zum Glück nie ausgeprochen, aber es tauchte im aktuellen Beileger “Innovation” zum Thema “Das neue Internet” in der ausliegenden W&V auf. Ein “Blog” fand Erwähnung in der Darstellung eines der Zukunftsszenarien, und Wikipedia musste herhalten für eines der Charts von Dr. Stephanie Gerdes, ebay Deutschland. Und natürlich war der Vortrag von Dr. Kiel zu mindestens 30 Prozent irgendwie Web 2.0, während ich bei Ogilvy Interactive die passenden Charts wahrscheinlich nur übersehen hatte.
Aber am Ende interessiert dieses Detail sowieso kaum jemanden. Viel interessanter dürfte sein, wie Internet und andere interaktive Medien in den verschiedenen Zukunfts-Szenarien genutzt werden. Eventuell gibt es dazu beim nächsten Webmontag mehr.

Wie sieht der Konsument der Zukunft aus?

Diese Frage stellte sich ein vom EHI-EuroHandelsinstitut eingeladenes Expertenteam aus Handel und Industrie in einem Szenarioprojekt. In mehreren Workshops wurde eine Vielzahl von Einflussfaktoren identifiziert und miteinander in Beziehung gebracht, um somit verschiedene Zukunftsszenarien in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zu beschreiben. Das Ergebnis dieser Arbeit wird morgen im Komed in Köln vorgestellt.
Neben den Szenarien verspricht die Agenda (PDF) weitere spannende Vorträge, u. a. diese:
Matthias Horx: “Wie wir leben werden – Future Markets”,
Dr. Hans Georg Häusel: “Brain Script – warum Kunden kaufen. Faszinierende Erkenntnisse aus der Gehirnforschung”,
Dr. Stephanie Gerdes: “The Future of E-Commerce made by ebay”,
Hannelore Grams: “Visionen zum Always-on-Konsumenten”,
Ron Swift: “Visions of CRM – The Impact of Technology on Future Retailing”
und der Vortrag mit dem besten Titel:
“Von Postironischer Werbung und Cultural Hacking – ein Materialpanorama” von und mit Dr. Martin Kiel, Institut für investigative Ästhetik, Hagen – und Leiter CRM, Douglas Informatik.
Mal schauen, ob und wie oft in dem Kreis von “Web 2.0” gesprochen wird. Um 10 Uhr geht’s los.

Webmontag: War doch nett oder nicht?

Voll war’s. Nett war’s. Wer seine Erwartungen nicht zu hoch angesetzt hatte oder, besser noch, außer Vorfreude auf ein Feierabend-Bier gar keine mitbrachte, wurde jedenfalls nicht enttäuscht. Nicht erwartet hatte ich beispielsweise atemberaubende Präsentationen, bei denen der Zuhörer aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Atemberaubend war höchstens die von Zigarettenqualm gesättigte Luft. Das Hallmackenreuther ist eben eine Kneipe und keine Intensivstation. Nicht erwartet hatte ich außerdem die Qualität der Gespräche mit alten und neuen Bekannten – sehr angenehm, sehr interessant. Wann hast Du schon die Gelegenheit, so ausgiebig und locker über die Arbeit zu reden, ohne dass Dein übrig gebliebenes soziales Umfeld genervt die Augen verdreht? Beim Webmontag Nr. 2 bin ich gerne dabei.
Ansonsten:
Feedback
Bilder
Irritationen
eine lesenswerter Gedanke über das ganze “Web 2.0” Ding
Frauenmangel
(Nicht, dass mich der letzte Punkt irgendwie gestört hätte, aber im Vergleich und im Nachhinein empfand ich den Handelskongress fast schon als Triumph der Frau in der Wirtschaft…)