OMD und DIMA 2005 – ein kurzer Rückblick

Nach einigen Jahren der Abstinenz von größeren Messen und Kongressen konnte ich mir gestern gleich zwei Events gleichzeitig geben: OMD und DIMA in Düsseldorf. Die Situation auf der DIMA möchte ich vorsichtig als gediegen bezeichnen. In Halle 9 und 10 hatten Aussteller und Veranstalter reichlich Platz, um eindrucksvolle Messestände und zwei Foren großzügig zu inszenieren. Zumindest reichte der Platz, damit der Besucher nur selten anderen ausweichen musste. Anders ausgedrückt: Es gibt besser besuchte Messen.
Beispielsweise die Online-Marketing-Düsseldorf, kurz: OMD. Fand sie im letzten Jahr noch in recht familiärem Kreis in den Rheinterrassen statt, so belegte die veranstaltende Igedo gleich Halle 1 und 2 des Messegeländes – gut zehn Minuten Fußweg entfernt von den Offlinern. Kurz nach Betreten fand ich mich im dichtesten Gedränge wieder. Die Stimmung war gut, sogar sehr gut. Bei dem ständigen “Hallo” zwischen alten und weniger alten Bekannten konnte man fast den Eindruck gewinnen, es ginge in der Branche genau an dem Punkt weiter, an dem sie 1999 schon einmal stand. Jedenfalls hatte ich diese leicht euphorische Aufbruchstimmung schon lange nicht mehr erlebt. Wollen wir hoffen, dass es diesmal von Dauer ist.
Auf der DIMA hielt ich übrigens einen Vortrag zum Gebrauch interaktiver Medien für Kundenbindung und Direktmarketing – und in Teilen auch über das sinnvolle Kombinieren von Print und Elektro-Medien. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer weiteren Trennung von DIMA und OMD stellte ich dort nur sehr indirekt – schließlich war ich eingeladener Gast. Aber eine Zusammenlegung – wenn auch nur testweise – wäre doch mal einen Gedanken wert.

Newsletter oder Weblog?

Brauche ich ein Weblog auf einer Business Website? Werden Weblogs und RSS-Feeds E-Mail Newsletter ablösen? Diese Frage lässt sich der ein oder andere Internet-Verantwortliche vielleicht gerade durch den Kopf gehen. Mein Posteingang sagt dazu heute folgendes:

My advice for now is to continue publishing an e-newsletter. If you’re sending it in HTML, trim your design down to the bare minimum and make the file size as small as possible. This will give you a better chance of getting past the spam filters and other blocking tools used by major ISPs such as AOL.
At the same time, consider adding a blog to your site. A blog is an easy-to-use content management tool–a way for the non-technical person to update Web content. And, a steady stream of short tips with links to other sites or articles can be extremely useful for readers. In fact, this is the same kind of information you may be cramming into each issue of your newsletter. Using a blog, you can parcel it out in digestible bits with more impact. (Quelle: BtoBonline.com)

Also Abwarten und Tee trinken? Letztlich braucht man Content, um ein Weblog sinnvoll zu füllen. Und zusätzlich mindestens eine Person, die Zeit und Talent besitzt, diese Inhalte in angemessener Form zu publizieren. Publizieren meint dabei nicht nur duplizieren. Was bedient der einfache Nutzer intuitiver und erfolgreicher? E-Mail Clients oder Newsreader? Muss sich beides überhaupt ausschließen?
Vor der Beantwortung der Frage, ob Weblogs und Newsreader den guten alten Newsletter bald ablösen könnten, steht jedoch die Auseinandersetzung mit der Anwendung von Weblogs im Business Bereich. Einen guten Einstieg in die Welt des Corporate Bloggings gibt es beim PR Blogger.

Get into Sender Policy Framework

Sender Policy Framework becomes a standard tool against spam, so you better learn some basics about SPF and try to set up your record. Especially if you are proud owner of a big newsletter but wondering why your delivery rate is decreasing slowly but surely get started with theses sites:
http://spf.pobox.com
http://spftools.infinitepenguins.net
http://www.dnsstuff.com/pages/spf.htm

Collateral Damage im E-Mail Marketing

Eine E-Mail kommt in der Regel immer an – es sei denn, die Adresse ist falsch. Das stimmt nur noch insofern, dass eine E-Mail zwar igendwo ankommt, aber nicht immer beim Empfänger. Spamfilter, die mittlerweile leider notwendig geworden sind, besitzen einen kleinen Schönheitsfehler: nicht jede ausgefilterte Mail ist Spam. Zu solchen so genannten “False Positives” berichtet Martin Aschoff:

Die False-Positive-Quote hat bei den meisten E-Mailings in Deutschland mittlerweile einen Wert von über 10% erreicht. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass die durchschnittliche Zustellquote auf unter 90% gefallen ist.

Whitelisting allein reicht hier offenbar nicht mehr aus. Die Zustellquote, so prognostiziert Aschoff, wird somit ein weiterer wichtiger Erfolgsparameter bei der Beurteilung von E-Mail Kampagnen.
Fragt sich nur, für wen dieser Parameter wichtiger wird: für den Versender, der vor seinen Kunden mit hohen Zustellquoten glänzt, oder für den Kunden, der seine sinkenden Klickraten rechtfertigen muss?
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